Westfalenpost Lokalteil Hagen/Haspe 06.11.2013

Oldie-Night bei Könneker
Haspe. Die mittlerweile 5. Hagener Oldie-Night steigt am Samstag, 16. November, im Autohaus Könneker an der Berliner Straße. Unsere Zeitung verlost für diese Veranstaltung 5 x 2 Karten.
Beim Einlass ab 18 Uhr werden alle Besucher wie immer mit einem Glas Prosecco empfangen, ab 20 Uhr werden „Die Grafen“ mit bekannten Hits aus den 50er- bis frühen 70er-Jahren ihren Gästen wieder eine tolle Show bieten. Unter dem Motto „Salva goes fifties“ werden anschließend Salva und Desi mit bekannter Musik aus der Wirtschaftswunderzeit die Bühne rocken – schon im vergangenen Jahr sorgten die beiden mit ihrer Band für ordentlich Stimmung. Den Abschluss bildet die Iserlohner Top-Band „Halber Liter“. Seit mittlerweile 30 Jahren ist die Coverband mit bis zu 200 Auftritten pro Jahr unterwegs.
Für das leibliche Wohl der Partygäste sorgen neben den üblichen Getränkeständen Rustikales vom Grill, ein Weinstand und eine Cocktailbar. In einer separaten kleineren, gut beheizten Halle mit ausreichend Tischen und Bänken kommen Italien-Fans voll auf ihre Kosten, denn dort gibt es italienische Antipasti.
Für Gäste, die mit dem Auto zur Party kommen: Der Parkplatz des Baumarktes B1 direkt nebenan ist keine zehn Schritte vom Eingang entfernt und kostenfrei. Auch Rollstuhlfahrer sind willkommen und können sich überall barrierefrei bewegen. Für Raucher stehen draußen zwei beheizte Pavillons zur Verfügung.


Hagener Wochenkurier 17.11. 2010

Drei Bands, super Stimmung und Wahnsinnslaune
Hagen. "Es war der reine Wahnsinn", kommentierte Helmut Wockelmann den Besucher-Zustrom zu seiner Oldie Night im Autohaus am letzten Samstag, die der Grafen-Gittarist in diesem Jahr zum zweiten Mal organisiert hatte.
Bei strömenden Regen ließen sich Hunderte von Menschen nicht davon abhalten zu der Musik der Oldie Bands "Die Grafen" (Foto), "Night Trains" und der "Leather Brothers" kräftig abzurocken. So ist es kein Wunder, dass die nächste Oldie-Night schon in der Planung steckt. (Foto: Veranstalter)
 


Hagener Wochenkurier 11.11. 2010 Anna Linne

Rocken bis die Knochen knacken
Haspe. (anna) Was im letzten Jahr als kleiner Versuchsballon gestartet wurde, soll aufgrund des großen Erfolges bald erneut entfesselt werden. Es geht um die Oldie-Night, die der ehemalige Automobil-Verkäufer Helmut Wockelmann in den Hallen des Autohauses Könneker in der Berliner Straße organisiert hatte. Die Veranstaltung mit drei bekannten Oldie-Bands fand einen solch großen Zuspruch, dass Helmut Wockelmann dieses außergewöhnliche Ereignis unbedingt wiederholen will.

„Und es soll wieder eine ganz besondere Sause werden, die zweite Autohaus-Oldie-Night am Samstag, 13. Oktober, ab 17.30 Uhr, und vor allem soll sie die ältere Generation ansprechen,“ beabsichtigt Veranstalter Wockelmann, ältestes Mitglied, Gitarrist und Sänger der Oldie-Band „Die Grafen“. Er weiß, dass er mit seiner Musik-Auswahl erneut den richtigen Geschmack treffen wird, denn außer seiner eigenen Grafen-Band gehen wieder die „Leather Brothers“ und „Night Train“ an den Start: Hits der 50er, 60er und 70er Jahre, aber auch neuere Songs bilden den Schwerpunkt des Konzerts, das neben heißer Musik und erfrischenden Getränken auch Deftiges vom Grill oder Antipasti für Italienfreunde zu bieten hat. Dass die Resonanz auf die letzte Oldienacht so außergewöhnlich hoch war, schiebt Wockelmann auf ein mangelndes Angebot in Hagen. „Es gibt kaum oder gar keine Veranstaltungen für uns ältere Menschen, auf denen man so viel Spaß haben und so gute Musik hören kann wie bei unserer Oldie-Night“, weiß Wockelmann. „Im letzten Jahr haben die Besucher bis in den frühen Morgen hinein getanzt und der Musik gelauscht. Mit so einem Besucheransturm habe ich nicht gerechnet.“

So werden die Hallen des Autohauses an der Berliner Straße 19 vor dem 13. November wieder von ihrer normalen Nutzung befreit, die Pkw werden geräumt und das große Ereignis vorbereitet. Hier darf jeder „Oldtimer“ mal wieder richtig abrocken. Allerdings gibt es für ältere Semester, die nicht mehr gut zu Fuß sind, jede Menge bequeme Sitzgelegenheiten.
Grafen und Night-Train

„Die Grafen“, die auf eine 47-jährige Bandgeschichte zurückblicken können, werden an diesem Abend wieder mit großer Spielfreude ihr breitgefächertes Grafen-Repertoire zum Besten geben. Man darf gespannt sein.

Mit „Night-Train“ geht eine fünfköpfige Oldie-Band an den Start, die sich haupsächlich der Musik der 70-er Jahre verschrieben hat. Sie spielt aber auch aktuellere Stücke und macht richtig gute Tanzmucke. Fünf ältere Herren, die es musikalisch einfach drauf haben, werden sich bei der Oldie-Night die Ehre geben.
Leather Brothers

Die „Leather Brothers“, die 2008 ihr Bühnencomeback feierten, versorgten in den 60er-Jahren die Hagener Jugend mit Beatmusik aus London und Amerika. Bis 1969 machte die fünköpfige Gruppe die Region musikalisch unsicher. Nun zeigen die inzwischen etwas älter gewordenen zornigen jungen Männer von einst am Samstag, dass sie am Instrument vielen noch etwas vormachen können. Unter anderem kopieren sie Hits von den „Beatles“, „Shadows“, „Lords“, „Kings“ und „Stones – und das wirklich gut.

Der Eintritt für diesen illustren Oldie-Abend, den Helmut Wockelmann moderiert, ist mit 11 Euro (Abendkasse 13 Euro) durchaus erschwinglich.
Für ältere Menschen


Hagener Wochenkurier 28.08 2010 Anna Linne

Dietmar Brendel schrieb Buch über Beat
Hagen. (anna) Skeptische Blicke und mahnende Worte ihrer Eltern konnten sie nicht abhalten. Hagens Jugend emanzipierte sich in den 60ern im Takt der Beat-Musik. Viele Bands, die damals in Hagens Kellern die heißen Rhythmen probierten, hatten daran großen Anteil. Die 60er: in und um Hagen änderte sich vieles: Junge Männer trugen ihre Haare plötzlich länger und mit ihrem Kleidungsstil wollte die junge Generation so gar nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern passen, die die Beat-Musik verachteten, manchmal sogar verboten. Einige Jugendliche mussten ihre Schallplatten heimlich hören. Dieser von vielen älteren Menschen verpönte und häufig als „Hottentotten- oder Affenmusik“ bezeichnete neue Musikstil nannte sich Beatmusik und wurde durch Gruppen wie Beatles, Rolling Stones, Animals oder Kinks sehr schnell populär und natürlich auf allen Radiosendern gespielt. Die damalige Jugend ließ sich nicht einschüchtern. Die Beat-Musik diente ihr als Ventil, wurde fast zu einer Bewegung. In der Folge schossen im gesamten Bundesgebiet neue Bands aus dem Boden, um es ihren Idolen gleichzutun. So gab es in Dortmund, in der Beatstadt Nummer Eins in Nordrhein-Westfalen mindestens 60 Bands. Doch auch in Hagen feierte die Beatwelle Hochkonjunktur. Bis zu 40 Gruppen spielten in Kneipen, Jugendheimen, Sälen und Kneipen, denn Auftrittsmöglichkeiten gab es in der Volmestadt mehr als genug. Zu dieser Musikszene gehörte auch der Hagener Dietmar Brendel, der sich seit seinem 16. Lebensjahr autodidaktisch als Drummer betätigte. Der heute 62-Jährige, der immer in irgendwelchen Bands spielte, ist seit 1995 festes Bandmitglied bei der Oldieband „Die Grafen“. Auch Brendel war damals fasziniert vom neuen Musikstil, der sein Leben vielleicht prägte, denn fortan spielte er immer in irgendwelchen Bands: Nach dem er sich autodidaktisch das Schlagzeugspielen beigebracht hatte, trommelte er bei der Beatband „The Danger Group“ und der Beat- und Tanzcombo „Four Floridas“. Anfang der Siebziger machte Brendel mit der Tanz- und Showband „Sound Set“ 19 Jahre lang Tanzmusik. Von 1995 bis 2000 spielte er bei der Oldieband „Les Clochards“, bevor er schließlich durch den „Grafen“ Helmut Wockelmann bei den Grafen- Oldies landete. Der Junge von der Boeler Straße sah im Westfalenhof am Emilienplatz die erste Beat-Band und war erschlagen vom tollen Sound. „Es waren nur drei Leute, und die machten Musik, die mich umhaute, einfach grandios.“ Sein Interesse fürs Schlagzeugspielen war geweckt. „Als 16-Jähriger lief ich dann oft stolz mit ’Sticks’ (Schlagstöcke) durch die Gegend, obwohl ich noch gar kein Schlagzeug hatte“, lacht Brendel heute über sein jugendliches Verhalten. Doch Brendel lernte schnell und schon bald spielt er in den ersten Bands. „Auch mein jüngerer Bruder, Rolf Brendel, war damals fasziniert von den Jungs, die im Kohlenkeller musizierten“, berichtet Dietmar Brendel, „ich brachte ihm dann die ersten Grundbegriffe am Schlagzeug bei. Später hat er dann als Schlagzeuger von Nena Karriere gemacht.“ Um diese für die damalige Generation so wichtige, interessante und spannende Zeit nicht Vergessenheit geraten zu lassen, entschloss sich Brendel vor einigen Jahren, diese Zeit zu dokumentieren und in Buchform zu verfassen. Jetzt hat der Schlagzeuger der “Grafen“ ein fast 200-Seiten-starkes Buch auf den Markt gebracht, in dem er die Hagener Beat-Szene in den Jahren 1962 bis 1969 aufgearbeitet hat. Fast fünf Jahre lang hat der Musiker gesammelt und geforscht. „Ich habe umfangreich recherchiert, zahlreiche Telefonate und Gespräche geführt, und mit vielen ehemaligen Musikern Erinnerungen ausgetauscht“, beschreibt Dietmar Brendel seine Vorgehensweise. „Mittlerweile habe ich ein umfangreiches Archiv mit Hunderten von Fotos, Zeitungsausschnitten, Plakaten, Flyern und vielem mehr zusammengetragen.“ Heraus kam eine bedeutende kulturhistorische Dokumentation über die Beat-Ära in der Volmestadt – eben Nostalgie pur. Alle Bands aus Hagen, die noch irgendwie erreichbar waren, sind in dem Buch aufgelistet, abgebildet und ihr Werdegang beschrieben. Darüber hinaus gibt es kleine Episoden von Ehemaligen, Memorabilien wie Instrumente, Equipment und jede Menge Fotos. „Einige Bandbeschreibungen fallen allerdings sehr spärlich aus“, bedauert Brendel, „es war einfach nicht mehr Information zu bekommen. Teils hatten die Musiker Hagen verlassen, waren verstorben oder einfach nicht mehr auffindbar.“ „Natürlich hatte ich viele Freunde und Bekannte, die mir beim Recherchieren und Verlegen des Buches geholfen haben. Dafür möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken. Weiterhin ist Brendel dankbar für jedes Material, was es aus dieser Zeit noch gibt, egal ob Fotos von Musikgruppen, Zeitungsartikel oder vielleicht sogar Filmaufnahmen. „Es spricht ja nichts dagegen, das Buch irgendwann einmal zu ergänzen. “Beat in Hagen“, das einzigartige Buch über die Hagener Beatszene in der Zeit von 1962 bis 1969 mit fast 200 Seiten, 200 Fotos und 65 Farbseiten kann man unter der E-Mail-Adresse stroke-roll01@versanet.de zum Preis von 24,50 Euro bestellen. Viel Spaß beim Lesen